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Die Abfüllmethode: Grünschlauchen

Eine weitere Methode, die wegen der hohen Qualität des Endprodukts und Wegfall mehrerer Arbeitsgänge manchmal bevorzugt wird.
Es braucht vom Sud keine Speise abgezweigt und eingefroren werden. Der Abfüllzeitpunkt wird mit viel Erfahrung an der Schaumbildung erkannt, oder kann ungefähr mit Spindel oder Refraktometer ermittelt werden. Die Gärung wird nicht unterbrochen. Diese Methode hat jedoch seine Tücken. Viele Brauer trauen sich nicht darüber, da der Abfüllzeitpunkt bei Flaschen leicht zu früh, oder zu spät gewählt werden kann. Anders sieht es bei Verwendung von Fässern aus, dafür gibt es einen Spundapparat der den Überdruck automatisch ablässt. Man kann getrost zu früh abfüllen und stellt den passenden Spunddruck ein, der laut Tabelle leicht ermittelt werden kann. „Wenn der Druck stimmt, dann passt auch der CO2-Gehalt" und bei Flaschenfüllung übernimmt die Karbonisierklammer die Funktion eines Spundapparates.

Bei dieser Methode bringt die Karbonisierklammer den höchsten Nutzen und Komfort. Man wählt den Abfüllzeitpunkt eher zu früh, überschüssiges CO2 wird abgeblasen. Die beim Abfüllvorgang in die Flasche gelangte Umgebungsluft wird als Erstes ausgedrückt, wodurch keine Keimbelastung des Getränkes möglich ist. Alle Berechnungen, Speise abzweigen sowie Schnellvergärprobe entfallen vollständig. Der Arbeitsaufwand wird minimiert, die Qualität optimiert und der Abfüllzeitpunkt muss nicht mehr genau getroffen werden.

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